M64 Black Eye Galaxy

Messier 64, The "Black Eye" oder auch NGC 4826 ist eine Spiralgalaxie im Haar der Berenike (Coma Berenices). Entdeckt wurde die Galaxie am 23. März 1779 von Edward Pigott in Wales. Die große ovale Dunkelwolke nördlich des Kerns wurde hingegen erst von William Herschel entdeckt. Der britische Physiker Charles Blagden – dem Herschel die Galaxie zeigte – verglich sie mit einem schwarzen Auge, was ihr schlußendlich den Namen „Black Eye“ einbrachte.

Mit einer scheinbaren Helligkeit von 8,5 mag und einer Winkelausdehnung von 10´ x 5´,4 ist die Galaxie weder sonderlich hell, noch groß. Der extrem helle Kern mit einem äußerst massereichen Schwarzen Loch weist M64 als Seyfert-Galaxie aus, aufgrund der ungewöhnlichen Strukturen lässt sich M64 nicht den einfachen Hubble-Typen zuordnen. In der Literatur findet man sowohl eine Sa wie auch Sb Klassifizierung.

Neben der, mit 8.000 Lichtjahren Durchmesser, riesigen Dunkelwolke ist vor allem das Rotationsverhalten von M64 besonders interessant. Der extrem helle Kernbereich mit einem Durchmesser von ca. 6.000 Lichtjahren rotiert entgegen! den äußeren Bereichen der Galaxie. Vermutlich entstand diese gegenläufige Rotation bei der Verschmelzung mit einer kleineren, staubreichen Galaxie, deren Eigenbewegung auch für die Entstehung des Staubbandes in M64 verantwortlich war.

Die Verschmelzung fand in einer Entfernung von 20-25 Mio. Lichtjahren statt. Aufgrund der Entfernung ergibt sich eine Größe von rund 60.000 Lichtjahren Durchmesser. M64 gehört daher zu den kleineren Galaxien.

Das Bild ist ein Summenbild aus 66 x 600s bei ISO 400 und wurde in 4 Nächten (trotz Neumond wird es aktuell nicht mehr lange dunkel) zwischen dem 05. und 09.05.2018 aufgenommen.


 

Größere Darstellung

Fragen oder Anregungen? Schickt mir ne Mail, ich würde mich freuen!

Zurück zur Übersicht!