Astrofotografie mit nachgeführter DSLR (Fortgeschritten) - Flats, Darks, BIAS

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Flats, Darks, BIAS

Flats, Darks und BIAS-Frames dienen dazu, zum einen eine mögliche Vigenttierung, Verunreinigung der Aufnahmeoptik herauszurechnen (Flats) und das Signal-Rausch-Verhältnis SNR zu verbessern (Darks, BIAS)

Fangen wir mit den einfachen Dingen an…

Nachdem ihr genug Einzelbilder des Motivs gesammelt habt, deckt ihr das Teleskop/Objektiv mit dem entsprechenden Deckel ab und macht ca. 10-20 „schwarze“ Bilder mit der gleichen Belichtungszeit, dem gleichen ISO-Wert und am besten auch bei gleicher Temperatur wie eure Astrofotos. Mit den Darks kann man Rauschen, Hotpixel, Coldpixel usw. mindern.

Um BIAS-Frames zu erstellen müsst ihr die kürzest mögliche Belichtungszeit der Kamera einstellen und den ISO-Wert wählen, den ihr auch bei euren Astrofotos verwendet habt. Anschließend deckt ihr das Teleskop , Objektiv mit den dafür vorgesehenen Deckeln ab, oder besser noch nehmt die Kamera herunter und verschließt sie mit dem Bajonettdeckel. Dann macht ihr ca. 10-20 „schwarze“ Bilder. Mit dieser Art von Bildern eliminiert man das Ausleserauschen.

Das Thema Rauschen sollte so also einigermaßen beherrschbar werden, auch wenn eine aktive Kühlung des Sensors deutlich effektiver ist!

Bleiben die Flats. Um Flats zu erstellen müsst ihr eine homogen beleuchtete Fläche fotografieren um die Vignettierung der Optik und ggf. Dreck auf dem Sensor sichtbar zu machen. Dazu schaltet ihr die Kamera auf Blendenautomatik und nehmt auch von diesen Bildern 10-20 auf. Da man so eine homogen beleuchtete Fläche nachts nicht so einfach findet, bieten verschiedene Hersteller so genannte Flatfieldfolien oder Flatfieldboxen an. Ich selbst nutze eine LED-Flatfieldbox.

Und wie ihr die ganzen Korrekturabzüge dann mit den "normalen" Aufnahmen verarbeitet könnt ihr hier im Tutorial Stacken & Stretchen nachlesen.

 

Ich wünsche Euch viel Erfolg und klare Nächte!

 

Fragen oder Anregungen? Schickt mir ne Mail, ich würde mich freuen!