Equipment - Bresser EXOS-2 GoTo

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Montierung Bresser Messier EXOS-2 GoTo Montierung mit Stratracker

Eine Montierung mit Motoren an beiden Achsen, Goto und einer Tragfähigkeit von ca. 13kg (fotografisch also gut 8kg). Obwohl die EXOS-2 augenscheinlich sehr eng mit der LXD-75 "verwandt" ist, wurden doch ein paar Dinge geändert, die der EXOS-2 einen ruhigeren Lauf und auch eine höhere Belastbarkeit verleihen. Zum einen wurden die Achslager durch Radialrillenlager ersetzt und auch die Schneckenwellen sind bei der EXOS-2 kugelgelagert, im Gegensatz zur LXD-75.

Mit einem kleinen 80er ED APO mit Autoguider und allem was dazu gehört gut fotografisch nutzbar, würde ich der EXOS-2 aber auch nicht viel mehr Gewicht zumuten wollen (ein 6" f/5 Newton wird auch noch gehen), denn es fehlt dann doch die Stabilität einer größeren/schwereren Montierung. Die Steuerung ist etwas gewöhnungsbedürftig und nutzt auch nur demjenigen, der sich ohnehin am Nachthimmel orientieren kann, denn man muss die Sterne, die für das Alignment nötig sind, schon kennen! Beim Einsatz von normalen Objektiven nutze ich die GoTo-Funktion nie, denn mit ein wenig Starhopping im Display der Kamera bin ich meist genau so schnell, als würde ich erst ein Alignment machen und dann zum Motiv schwenken, zumal die Motoren bei einem Schwenk auch recht laut sind (ok ich bin von der AZ-EQ6 verwöhnt, die selbst große Lasten mit einem angenehmen Surren verschwenkt). Mobil wird das ganze dann - wie auf dem Bild unten zu erkennen - von meinem selbst gebauten Powertank mit Strom versorgt.

Eine Sache möchte ich euch ebenfalls nicht vorenthalten. Derzeit ist es nicht möglich die Startracker-Handbox mit einem PC zu verbinden. Also der Einsatz von Planetariumsprogrammen zu Steuerung ist ebensowenig möglich wie ein Autoguiding per Webcam ohne ST4-Port. Diesen Autoguiderport (ST4) hat die EXOS-2 hingegen, so dass sich die Montierung mit einer entsprechenden Kamera auch guiden lässt!

Auf dem Bild seht ihr meinen Meade APO mit EOS 600D(a) auf der EXOS-2. Das Foto entstant bei der Mondfinsternis im Juli 2018: