Milchstraße im Sommerdreieck

Um die Antares-Region zu fotografieren musste ich mir ja schon eine dunklere Location suchen, aber das Bild der Milchstraße ist an einem noch deutlich dunkleren Ort entstanden. Das lange Wochenende um Christi Himmelfahrt habe ich im Havelland, genauer gesagt in Lochow verbracht. Die Wetterprognose war für dieses Wochenende alles andere als gut, daher habe ich auch nur das leichte Fotoequipment ins Auto gepackt. Meine EXOS-2, den Powertank mit Guider usw. habe ich getrost zu Hause gelassen mit der Absicht, falls es dennoch klar werden sollte mal ein Milchstraßenpanorama mit Landschaft im Vordergrund zu probieren. Daher "nur" das 24/1.4 L II von Canon und meine unmodifizierte EOS 5D mark II nebst Stativ eingepackt, nichtmal nen Timerauslöser hatte ich im Gepäck... man könnte meinen ich mache das zum ersten Mal...

Wie´s der Teufel nun mal so wollte, war nur die erste Nacht wolkenverhangen und die restl. Nächte sternenklar, aber sowas von klar! Ich habe bisher selten (außer in den Bergen) einen so klaren und dunklen Himmel gesehen! Und wo der Himmel dunkel ist, sind andere Astronomen nicht weit! Direkt neben der Ferienwohnung befanden sich zwei fest montierte Säulen auf die der geneigte Astronom seine Montierung befestigen kann, oder man leiht sich die AZ-EQ6 des Hausherren Detlef Zemlin (12" Dobson und 10" ACF waren ebenfalls vorhanden). Schon ein putziger Anblick, feste Säule, AZ-EQ6 und oben drauf ne 5DII mit 24er Weitwinkel, und das Resultat seht ihr unten!

Die Aufnahme der Milchstraße ist ein Summenbild aus 60 x 30s bei ISO 3200 und f/4. Das Bild wurde am 12.05.2018 aufgenommen (wie man an der Aufhellung unten links erkennen kann, müsste das Bild eigentlich um ca. 45° gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden). Die Aufhellung müsste im Übrigen die Lichtglocke über Berlin sein.

 

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