Nebel

Nebel sind zumeist flächige, leuchtende, Objekte. In dieser Kategorie fasse ich

zusammmen. Auch wenn die Andromedagalaxie und auch andere Galaxien häufig als Nebel bezeichnet werden, habe ich für die Galaxien eine eigene DSO-Kategorie angelegt.

So bunt kann es in den Tiefen des Alls sein...

Nordamerikanebel NGC7000

NGC7000 ist das 2. Versuchsobjekt, das für einen Vergleich Serien DSLR vs. Astromod herhalten musste. Nachdem ich schon die Region um den Flaming Star Nebula IC 405, die ursprünglich mit einer Canon EOS 600D(a) und verschiedenen Filtern aufgenommen wurde, in einem zweiten Anlauf mit einer neuen und nicht modifizierten Nikon D750 belichtet habe, war ich mir immer noch unschlüssig ( Astromod Ja/Nein ) ob die Umstellungen von Canon auf Nikon, APS-C auf KB, Astrmod auf Serien-DSLR und nicht zuletzt auch beim Software-Unterbau von Windows und den hier ( EBV: Stacken und Stretchen ) beschriebenen Programmen, die alle leider die RAW-Daten der Nikon nicht unterstützen, auf einen Mac mit Pixinsight, denn wohl der richtige Weg waren...

Aber schaut selbst, ein Bild sagt einfach mehr als 1.000 Worte.

Die aktuelle Version vom Nordamerikanebel wurde wie das alte Bild ebenfalls "nur" eine Stunde in Summe belichtet, allerdings nicht wie 2013 mit 45s Subframes, sondern mit 300s Einzelframes. Es gibt ja vielerlei Diskussionen im Netz ob die Dauer der Einzelframes wirklich eine Rolle spielt oder nicht, aber ich denke, dass man mit den längeren Frames (300s) die bessere Basis schafft. Da ich keine Vergleichsmessungen als Referenz ins Feld führen kann, ist diese Tendenz nur als "Bauchgefühl" zu verstehen!

Aufnahmedaten: 22.August 2019 gegen Mitternacht, 12 x 300s bei ISO 800 und erstmals einer Bearbeitung in PixInsight:

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Elefantenrüsselnebel IC1396A

Nach über 3 Monaten endlich mal wieder eine klare Nacht! Wenn auch vom fast vollen Mond deutlich aufgehellt musste ich einfach mal wieder ran...

Den Elefenantenrüsselnebel (the elephant´s trunk nebula) findet man im Sternbild Kepheus. Dieser kleine Teil (IC1396A) und auch der Reflexionsnebel vdB142 liegen in einem deutlich größeren H-II-Gebiet (IC1396), das rund 2.400 Lj von der Erde entfernt in unserer Milchstraße liegt. Die hell umrandete Globule besteht aus Gas und Staub und ist mit einer scheinbaren Helligeit von ca. 9,7mag alles andere als eine "Kerze" am Himmel. Zum Vergleich, der Orionnebel hat eine scheinbare Helligkeit von etwa 3,7mag, ist also um ein vielfaches heller!

Die deutlich zu kurze Belichtungszeit von 4 Stunden hatte sich vor allem bei der EBV bemerkbar gemacht, denn das SNR war alles andere als gut (siehe Bild weiter unten), so dass ich noch einmal ein paar Stunden Signal gesammelt habe. Die Rohdaten wurden in 3 Nächten im September und Oktober 2017 aufgenommen und zu einem Summenbild mit 60 x 600s Belichtungszeit bei ISO 800 zusammengefügt. Die daraus resultierende Gesamtbelichtungszeit von 10h macht sich vor allem beim SNR und in den feineren Details bemerkbar.

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Flaming Star Nebula IC 405

Der Flaming Star Nebula ist ein diffuser Nebel im Sternbild Fuhrmann (lat. Auriga). Im Index Catalogue findet man diesen rund 10 mag hellen Nebel unter der laufenden Nummer 405 (IC 405). Die bläuliche Färbung des Nebels um AE Aurigae herum beruht auf der enormen Lichtemission des Sterns selbst, dessen Leuchtkraft in etwa dem 30.000-fachen unserer Sonne entspricht. Daher ist der Flaming Star Nebula sowohl Emissionsnebel (rötlicher Teil) als auch Reflexionsnebel (bläulicher Teil).

Rund 1,5° östlich von IC 405 befindet sich eine weitere interesannte Region, bestehend aus dem kleinen offenen Sternhaufen NGC 1893, der mitten im Emissionsnebel IC 410 liegt. IC 410 wird hin und wieder auch als Tadpole Nebula (Kaulquappennebel) bezeichnet. Bei genauer Betrachtung erkennt man auch warum.

Zwischen diesen beiden Nebelregionen liegen die Sterne 16-19 Aur, die zusammen mit IQ Aur an eine kleine Version des Sternbilds Leier erinnern und auch im Teleskop/Kameradisplay schnell aufgefunden werden können. 

Zu Testzwecken habe ich diese Region noch einmal mit meiner neuen Nikon D750 im Serienzustand ohne Filter fotografiert um einfach einen Vergleich zu haben, wieviel mehr Rot durch einen Astromodifikation auf dem Sensor ankommt. Hier geht's zum Vergleich: Astromodifikation Ja/Nein

Das "ältere" Bild findet ihr weiter unten!

Das Bild entstand über 3 Nächte verteilt (vom 25.-27. Februar 2019) während ich mein komplettes Equipment von Canon auf Nikon umgestellt habe. Nach allen Anpassungen - Abstand Flattener/Sensor, Software auf dem PC, Ansteuerung der Nikon, Akkulaufzeiten - blieben 36 Aufnahmen á 600s bei ISO400 übrig, die ich zu folgendem Bild verarbeitet habe (Flats, Darks, BIAS wurden auch gemacht):

 

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Seelennebel IC1848

Der Seelennebel IC1848 ist ein Emissionsnebel im Sternbild Kassiopeia im Perseus-Arm unserer Milchstraße. Im Nebel befindet sich mehrere kleine offene Sternhaufen und eine als W5 bekannte Radioquelle. IC1848 ist etwa 7.500 Lichtjahre von uns entfernt und hat am Himmel eine Ausdehnung von etwa 40´ x 10´. Die scheinbare Helligkeit (visuell) beträgt 12,5mag. Direkt neben IC1848 befindet sich der Herznebel IC1805 und etwas abgelegener der offene Doppelsternhaufen h und Chi Persei, wie man auf der Übersichtsaufnahme rechts gut erkennen kann: 

Zusammen mit IC1805 bildet IC1848 ein zusammenhängendes Sternentsehungsgebiet im Perseusarm unserer Milchstraße.

Das Bild ist ein Summenbild aus 60 x 600s bei ISO 800 und wurde am 25. und 26. Januar 2017 aufgenommen.

 

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Unterkategorien

Nebel, die Charles Messier in seinen Katalog aufgenommen hat.